Leitlinienwissen und Evidenz
Empfehlungen, Indikationen, Sicherheitsaspekte und die Stärke der zugrunde liegenden Evidenz sollen transparent und fallbezogen verfügbar werden.
REACT erforscht, wie digitale Assistenz therapeutische Entscheidungen nachvollziehbarer, evidenzinformierter und patientenzentrierter unterstützen kann.
Therapeutische Entscheidungen verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse, professionelle Erfahrung und die individuellen Ziele, Bedürfnisse und Präferenzen der Patientinnen und Patienten.
Im klinischen Alltag müssen diese Informationen häufig unter Zeitdruck zusammengeführt und auf eine konkrete Behandlungssituation übertragen werden. Genau an dieser Übersetzungsleistung setzt REACT an.
REACT steht für Reasoning-Enhanced AI Companion for Therapeutic Decision-Making und untersucht einen KI-gestützten Companion zur Unterstützung therapeutischer Entscheidungsfindung in der Schlaganfallrehabilitation.
Im Forschungsvorhaben soll untersucht werden, ob und wie ein AI Companion Evidenz und individuellen Kontext zusammenführen, Zusammenhänge sichtbar machen und Therapeutinnen und Therapeuten bei einer fachlich begründeten Entscheidung unterstützen kann.
Empfehlungen, Indikationen, Sicherheitsaspekte und die Stärke der zugrunde liegenden Evidenz sollen transparent und fallbezogen verfügbar werden.
Funktion, Einschränkungen, Ziele, Belastbarkeit, Risiken und Präferenzen sollen den konkreten Rahmen der therapeutischen Entscheidung bilden.
Der KI-gestützte Workflow soll Evidenz und individuellen Kontext transparent verbinden – als Grundlage für die therapeutische Entscheidung.
REACT untersucht, wie ein sequenzieller, KI-basierter Workflow Informationen fallbezogen identifizieren, einordnen und synthetisieren soll, damit ein nachvollziehbar begründeter Behandlungsvorschlag entstehen kann.
Der geplante Companion soll fallbezogen relevante Leitlinieninhalte, fachliche Kriterien und Sicherheitsinformationen identifizieren.
Ziele, Indikation, Dosierung, Risiken, Anpassungsmöglichkeiten und Monitoring sollen in ein gemeinsames Entscheidungsmodell überführt werden.
Evidenz, Expertise und patientenspezifische Informationen sollen zueinander in Beziehung gesetzt und auf Zielkonflikte geprüft werden.
Als Ergebnis soll eine begründete Handlungsoption mit Quellenbezug, Sicherheitsaspekten und Kriterien zur Verlaufskontrolle entstehen.
REACT zielt auf eine digitale Unterstützung professioneller Entscheidungsprozesse. Verantwortung, klinische Bewertung und finale Entscheidung sollen ausdrücklich beim Menschen bleiben.
Kein autonomes System, das therapeutische Expertise ersetzt, Behandlungen vorgibt oder Verantwortung übernimmt.
Entscheidungsrelevante Aspekte sichtbar machen, Informationen ordnen und professionelles Clinical Reasoning ergänzen.
REACT untersucht, wie Leitlinienempfehlungen, therapeutisches Expertenwissen und patientenspezifische Informationen so verbunden werden können, dass fachlich nachvollziehbare, sichere und praktisch umsetzbare Behandlungsvorschläge entstehen.
Im Mittelpunkt stehen die grundsätzliche Machbarkeit, der mögliche Nutzen und die Grenzen eines KI-basierten Clinical-Reasoning-Workflows. Entwickelt und formativ bewertet werden soll ein Forschungsprototyp – kein autonomes Entscheidungssystem und kein bereits validiertes Medizinprodukt.
REACT untersucht, ob und wie ein KI-gestützter Clinical Reasoning Companion Leitlinienwissen, therapeutische Expertise und patientenspezifische Informationen strukturiert zusammenführen kann. Bewertet werden sollen Machbarkeit, fachliche Plausibilität, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und der mögliche praktische Nutzen.
Nein. Der Companion soll Informationen strukturieren, wichtige Entscheidungsaspekte sichtbar machen und begründete Handlungsoptionen darstellen. Die fachliche Bewertung, Anpassung und finale Entscheidung sollen bei den behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten bleiben.
Vorgesehen sind Leitlinien- und Evidenzwissen, therapeutische Entscheidungskriterien sowie Angaben zum individuellen Behandlungsfall. Dazu zählen beispielsweise Funktion, Mobilität, Kraft, Paresen, Rehabilitationsphase, Risiken, Ziele, Bedürfnisse und Präferenzen.
Die aktuelle Leitlinie bietet eine strukturierte und digital anschlussfähige Wissensgrundlage, anhand derer eine interoperable Nutzung in KI-basierten Workflows untersucht werden kann. Zudem kann REACT auf Erfahrungen aus Vorprojekten zur Schlaganfallrehabilitation und zur digitalen Aufbereitung von Leitlinienwissen aufbauen.
Perspektivisch soll ein Companion Therapeutinnen und Therapeuten bei der Vorbereitung und Reflexion von Behandlungsentscheidungen unterstützen können – etwa indem er fallbezogenes Wissen ordnet, Optionen begründet und Sicherheits- oder Monitoringaspekte hervorhebt. Eine Nutzung in der Versorgung ist jedoch erst nach weiterer Entwicklung, Prüfung und gegebenenfalls regulatorischer Bewertung denkbar.
Die erzeugten Vorschläge sollen anhand definierter Fallvignetten formativ bewertet und mit professionell begründeten Referenzentscheidungen verglichen werden. Im Mittelpunkt stehen Plausibilität, Leitlinienkonformität, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Patientenzentrierung und therapeutische Umsetzbarkeit.
Nein. Gegenstand der wissenschaftlichen Arbeit ist ein Forschungsprototyp. Die formative Bewertung soll Entwicklungsbedarf und Grenzen sichtbar machen; sie ersetzt weder eine klinische Validierung noch die regulatorischen Schritte für ein Medizinprodukt.
Beiträge zu Hintergrund und Scope, Zielsetzungen und Forschungsfragen sowie zum Weg von der Wissensbasis über Fallvignetten bis zur Prototypentwicklung und Evaluation.
Warum gute Evidenz allein noch keine gute therapeutische Entscheidung macht – und welchen Beitrag REACT dazu untersuchen soll.
Beitrag lesenWelche Fragen REACT leiten soll – und warum ein plausibel klingender KI-Vorschlag allein noch nicht genügt.
Beitrag lesenREACT startet in die Umsetzung: Fallvignetten und Wissensbasis werden jetzt parallel als Grundlage für den Forschungsprototyp aufgebaut.
Beitrag lesenREACT erforscht, wie digitale Assistenz therapeutisches Denken nachvollziehbarer, evidenzinformierter und patientenzentrierter unterstützen kann.